Als Orkan Lothar am 26.12.1999 mit über 200 Stundenkilometern über den Schwarzwald hinwegfegte, waren die angerichteten Schäden so massiv, dass viele Bergkuppen wie kahlrasiert aussahen. An den meisten Stellen konnten die Schreckensbilder mittlerweile durch erfolgreiche Aufforstung abgemildert werden. Doch als Mahnmal und vor allem positives Zeichen dafür, wie die Natur sich selbst regeneriert, wurde der Lotharpfad, ein Projekt des Naturschutzzentrums Ruhestein und dem staatlichen Forstamt Baiersbronn, in der Nähe des Schliffkopfes angelegt. Dabei ist angelegt eigentlich zu viel gesagt, denn eigentlich wurde dort alles so belassen, wie „Lothar“ es hinterließ. Vielmehr hat man dieses Chaos auf einem rund einen Kilometer langen Weg in einem zehn Hektar großen Gelände mit kleinen Brücken, Stegen, Leitern und Pfaden gangbar gemacht, damit man das Wunder „Natur“ direkt erleben kann.
Was am Anfang noch aussah wie eine Mondlandschaft, entwickelte langsam ein ganz neues Gesicht: Zwar waren die Wälder zerstört, aber schon nach recht kurzer Zeit machten sich kleine Tiere das tote Holz zunutze und es wuchsen neue Pflänzchen und Bäume, die vorher im Tannen- und Fichtendickicht wenig oder keine Chance gehabt hätten.
Um das Positive, das bis heute bereits aus dem Sturm hervorgegangen ist auch wirklich bewundern zu können, sollte man die Regeln, die neben dem Eingang zum Pfad angebracht sind, beherzigen, denn neben Sauberkeit kann man das von neuem Leben durchdrungene Chaos nur mit der entsprechenden Ruhe genießen.
So finden Sie den Lotharpfad: Von Norden her kommend ab Baden-Baden oder spätestens Achern/Seebach auf die Schwarzwaldhochstraße, B 500. Fahrt Richtung Freudenstadt, vorbei am Schliffkopfhotel. Nach ca. 3 km ist rechts ein Parkplatz mit einer Notrufsäule, dort parken. Von Süden aus ab Freudenstadt oder Oberkirch auf die B 28. Bei der Alexanderschanze, nahe der Ortschaft Kniebis, auf die Schwarzwaldhochstraße, B 500. Fahrt Richtung Norden, vorbei an der Abzweigung nach Oppenau. Nach dieser Kreuzung noch ca. 3 Km weiter nach Norden bis links ein Parkplatz mit Notrufsäule beschildert ist, dort parken.
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